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Unsere traditionelle Ausfahrt
Die
SG Tobertitz e.V. lud am 05. Juni 2011
zu einem
erlebnisreichen Tag nach Bamberg ein
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Oft
verschoben, nun wurde die Tagesausfahrt am 05. Juni 2011 nach Bamberg
durchgeführt. Als Verantwortliche zeichneten sich die Sportgemeinschaft
Tobertitz und der Heimatverein.
Nach der Begrüßung durch Sportfreund Rudolf Gerisch erläuterte
uns anschließend Sigrid Unger die Verbindung des Bistums Bamberg
mit dem Vogtland. Die Burgruine in Krebes ist doch heute Zeuge dessen.
Bei der Abfahrt Thurnau wurde die Autobahn kurz verlassen, um in Limmersdorf
eine fränkische Tanzlinde aus dem Jahre 1648 zu besichtigen. Dieser
Baum wurde aus Dankbarkeit von einem Bauern gepflanzt, weil der 30-jährige
Krieg ein Ende fand. Jährlich im August werden zur "Tanzkärwa"
die Äste der Linde in im 4 Meter Höhe mit Holzbohlen und mit
einer Aufstiegsleiter versehen. Zum Tanz in dieser Höhe spielen Musikanten
auf; diese haben in der Linde ein überdachtes Plätzchen.
In Bamberg, am Rhein-Main-Donau-Kanal erwartete uns Alexander Gerisch,
unser heutiger Stadtführer. Entlang der Regnitz führte der Weg
durch den Stadtpark zur alten Kanalschleuse. Dort befindet sich auch das
Böttingerhaus. Dass Wasserschloss Böttingers, die so gesamte
"Villa Concordia" gilt als Bamberg schönstes Bürgerhaus.
Ein Kuriosum der Weltkulturerbestadt ist das Alte Rathaus. Da der damalige
Bischof von Bamberg den Bürgern keinen Millimeter Land für den
Bau gab, rammten die Bamberger Pfähle ins Wasser und schufen somit
eine Insel für den Bau ihres Rathauses. Heute befindet sich im Gebäude
eine Porzellan- und Fayencenausstellung.
Beim Gang durch die Altstadt kamen unseren drei Sportlern, Mike Wetstein,
Frank Karberg und Alexander Gerisch Erinnerungen an dem im Mai 2011 durchgeführten
Weltkulturerbelauf auf, an welchen sie für unsere Sportgemeinschaft
teilnahmen.
Reich verzierte Häuser in engen Gassen, wunderschön angelegte
Plätze und zahlreiche urige Brauereigaststätten zeugen von damaligem
Reichtum der Stadt. Auch unsere Gruppe speiste im Herzen der Altstadt,
in einer typisch fränkischen Gaststätte. Wir Vogtländer
probierten Bamberger Rauchbier. Die eigenartige Geschmacksrichtung konnte
man an den langen Gesichtern feststellen.
Gestärkt ging es nun am Ufer der Regnitz entlang, vorbei an der Fischersiedlung,
die liebevoll "Klein Venedig" genannt wird. Am Fuße des
Michaelsberges befindet sich das ehemalige städtische Krankenhaus,
welches heute das Stadtarchiv beherbergt.
Um das Benediktinerkloster "St. Michael" zu erreichen mussten
viele Stufen und Anstiege bewältigt werden. Die herrliche freie Sicht
auf die Altstadt entschädigte für die Strapazen. In der Kirche
des Klosters befindet sich das Grab des Heiligen St. Otto. Bergab führte
nun der Weg durch Obst- und Weingärten zum Domplatz. Der viertürmige
Kaiserdom steht auf einem der sieben Hügel Bambergs. Leider konnten
wir wegen eines Konzertes den Dom nicht besichtigen. Durch die "Schöne
Pforte" gelangten wir in den Innenhof der "Alten Hofhaltung".
Der Kern bildet die einzige Kaiser- und Bischofspfalz. Wunderschöne
Fachwerkbauten ringsum werden heute als Kulisse für Theateraufführungen
und Ähnlichem benutzt.
Auf dem Domplatz thront die mächtige "Neue Residenz" aus
dem 17. Jahrhundert mit Prunkräumen und dem ehemaligen Kaisersaal.
Zum Gebäudekomplex gehörend schließt sich der Rosengarten
an, der sich im Sommer in ein leuchtendes Meer aus bunten Rosen verwandelt.
Durch die Altstadt gelangten wir vorbei an der alten Universität
über den Heumarkt, zu unseren Bus, welcher uns nach Schloß
"Seehof" in Memmelsdorf zum Kaffeetrinken brachte.
Schloß "Seehof" beeindruckt von weitem durch seine vier
Ecktürme. Der Garten mit seinen Kaskaden, den stillen Seen und den
Sandsteinskulpturen bietet reizvolle Blicke über dieses Kleinod.
Ein erlebnisreicher, interessanter Tag für 56 Teilnehmer, davon 8
Kinder, fand mit der Busheimfahrt seinen Abschluss.
Vielen Dank an die Organisatoren und an Alexander Gerisch, der es verstand,
vorzüglich und detailliert der Gruppe die Welterbestadt zu präsentieren.
Bamberg hat viel zu bieten, so dass man über einen Teil II der Führung
nachdenken sollte.
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