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Bereits
am 1.Juli 1823 wurde eine "Spezial-Feuer-Ordnung"
erstellt, einleitend heißt es: "Da die Communen Rodau,
Kornbach, Tobertitz und Schönberg eine Schlauchfeuerwehrspritze
sich angeschafft und vereinigt haben, einander in Feuersnöhten
beyzustehen, so haben sie in Folge dessen folgende Ordnung zu beachten.
1. Die Feuerwehrspritze wird in Rodau aufgestellt....". In 23
ausführlich niedergeschriebenen Punkten werden darin konkrete
Festlegungen für eintretende Brände getroffen.
Am 9.September 1877 kaufte die Gemeinde Tobertitz von einem
Leipziger Fabrikanten für Feuerlöschgeräte eine eigene
Feuerspritze; der Preis betrug 1355 Mark, 900 Mark waren bei Unterzeichnung
des "Kontracktes" zu entrichten.
Aus dem Gemeindevertreterprotokoll vom 2.April 1880 geht hervor,
dass Friedrich Dietzsch als Spritzmeister und Christian Seidel als
Stellvertreter gewählt wurden. In der Sitzung vom 10. Juli 1887
steht folgender Satz: "Rittergutspächter Moritz Sachse stellte
einen Antrag zum Spritzen-Verband für Tobertitz einzutreten."
Im Januar 1898 wurde Tobertitz durch ein schweres Wintergewitter heimgesucht.
Durch Blitzschlag wurde das gesamte Anwesen des Bauern "Glück"
ein Raub der Flammen.
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Am
15. Dezember 1902 erhielt die "Landgemeinde Tobertitz"
für ihre Pflichtfeuerwehr eine neue "Feuerlösch-Ordnung",
bestehend aus 26 Paragraphen, unterzeichnet vom Gemeindevorstand Reinhard
Seidel.
Im gleichen Jahr kam es bei dem Landwirt Bernhard Lenk in Tobertitz
zu einem schweren Brand, dem das gesamte häusliche Anwesen zum
Opfer fiel.
1911 ereignete sich wiederum durch Blitzschlag ein gewaltiger
Brand. Dabei wurden alle Gebäude des Bauern Richard Sammler zerstört.
Der gesamte Viehbestand fiel den Flammen zum Opfer.
Angaben zur Brandbekämpfung durch die Feuerwehr liegen in beiden
Fällen nicht vor.
Ein Schwelbrand am Holzschuppen des Jägers Kurt Papst, 1938
konnte rechtzeitig durch schnelle Massnahmen (Eimerketten) erfolgreich
bekämpft werden.
Am 17. März des Kriegsjahres 1943 brannten eine Feldscheune
des Tobertitzer Rittergutes und der angebaute Traktorenschuppen vollständig
ab. Die örtliche Feuerwehrdruckspritze wurde hautsächlich
von französischen Kriegsgefangenen bedient (die Männer des
Ortes waren zum Kriegsdienst einberufen).
Brandursache: Eingelagerter Branntkalk (ungelöscht) entzündete
sich infolge äußerer Witterungseinfüsse.
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1944:
Brandbekämpfung der Tobertitzer Feuerwehr in der Nachbargemeinde
Rodau, dabei transportierte der Bauer Albin Wurziger mit seiner Zugmaschine
die Handdruckspritze.
Im Sommer des Jahres 1946 brach beim Anfeuern des Wasserkessels
im Hof- Seitengebäude von Emil Richter (Tobertitz) ein Feuer
aus, das schnell um sich griff. Dank dem umsichtigen, tapferen Einsatz
von Walter Todt, Herbert Strobel und anderen bereitwilligen Helfern
konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden.
Ein Großbrand ereignete sich am 11.11.1965 im Gasthof
Tobertitz. Gegen 23 Uhr entfachte sich im Hof- und Wirtschaftsgebäude
Feuer, dass rasch auch die Nebengebäude erfaßte. Während
die Scheune vollständig niederbrannte, konnte ein Teil des Seitengebäudes
erhalten bleiben. Die Tobertitzer Feuerwehr demonstrierte dabei disziplinierten
Einsatz, einmal bei der Bekämpfung des Brandes, zum anderen bei
der Rettungsaktion der eingestallten Haustiere.
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Am
frühen Morgen des 2. Juni 1973 entlud sich über Tobertitz
ein schweres Gewitter. Ein Blitz schlug in die Feldscheune von Rudolf
Gerisch ein, das Gebäude stand innerhalb weniger Minuten vollständig
in Flammen.
Ihren unermüdlichen Einsatz ist es zu danken, dass der angebaute
Maschinenschuppen (vom Feuer schwer gezeichnet) zum grössten
Teil erhalten werden konnte.
Nach der Eingemeindung von Tobertitz nach Reuth erfolgte 1973
die Gründung eines Wirkungsbereiches zwischen Reuth (Stützpunkt),
Schönlind, Thossen, Mißlareuth und Tobertitz. Die Ausbildung
lag im Verantwortungsbereich von Heinz Fromader.
Jährlich fanden Ausscheide im sogenannten "Feuerwehrkampfsport"
statt. Die FFW Tobertitz erreichte aufgrund solider Ausbildung gute
Plätze, im Jahr 1976 wurde sie sogar Kreismeister und
konnte an der Bezirksmeisterschaft in Freiberg teilnehmen.
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Die
politische Wende 1989 erbrachte auch für unsere Feuerwehr
spürbare Veränderungen. Die DIN-NORM wurde eingeführt,
neue Sicherheitsvorschriften gelten, ein Grossteil der Ausrüstung
musste erneuert werden und eine zweite TS 8 Spritze samt neuen Schläuchen
war erforderlich. Der Ausbau des ehemaligen Buswartehäuschens
zum Feuerwehrschuppen ermöglichte mehr Platz für die Gerätschaften.
Die Wehrleitung wurde erneuert. Kamerad Roland Steiner, Mitglied seit
1968, übernahm die Funktion des Wehrleiters, seine Stellvertreter
sind Gundolf Müller und Gunther Wolfram, später noch Ulrich
Meier.
Weiterhin
erfolgte die Aktivierung einer einsatzfreudigen Gruppe, so dass die
gesamte Wehr sich wie folgt zusammensetzt:
| aktive
Gruppe |
20
Kameraden |
| Frauen |
6
Kameradinnen |
| Ehrenmitglieder |
6
Kameraden |
| Altersmitglieder |
22
Kameraden |
| insgesamt |
54
Kameraden |
Dazu
entstand eine eigene Satzung. Mit der Feuerwehr Hohendorf (Bayern)
wurde eine Partnerschaft abgeschlossen.
1995
trat die FFW Tobertitz dem Kreisfeuerwehrverband bei.
Jährlich
findet in Tobertitz ein traditionelles Dorf- und Feuerwehrfest statt,
dabei kämpfen die Wehren der Nachbardörfer in der Disziplin
Schnelligkeitsübung um den "Wanderpokal der Gemeindeverwaltung
Reuth".
Ebenso beteiligt sich die FFW Tobertitz an Feuerwehrwettkämpfen
anderer Orte (bei denen sie selten nicht gewinnen). 1996 erreichte
die Wehr bei vier Wettkämpfen jeweils den 1.Platz.
1998
feierte die FFW Tobertitz ihr 175-jähriges Jubiläum. Zum
Gelingen des Festes bedurfte es der aktiven Mitwirkung aller Kameraden
der Wehr und einer unentbehrlichen Unterstützung des Sportvereins
Tobertitz e.V.
Alle
Kameraden der FFW Tobertitz werden auch künftig einsatzbereit
sein, so dass der Brandschutz stets in vertrauensvollen Händen
liegt.
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